Grenzlandtage

Wenn man ein Wanderfalter wäre. Ein Schmetterling, schwerelos. Dann und nur dann gäbe es eine Welt ohne Kriege und ohne Zäune.

 

Grenzlandtage - ein Buch von Antonia Michaelis & Peer Martin

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Grenzlandtage

von Antonia Michaelis und Peer Martin
Taschenbuch: 464 Seiten
Oetinger, 9. Dezember 2016
ISBN: 978-3-841-50469-2
ab 15 Jahren

Einbandgestaltung von Kathrin Schüler

 

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Zum Inhalt

Zwei Wochen Ferien auf der winzigen griechischen Insel liegen vor Jule. Das Meer ist blau, die Nächte sternenklar. Alles scheint perfekt. Bis Jule den Jungen mit den verbundenen Händen trifft und begreift, wer er und die anderen sind, die im Verborgenen leben. Jules Welt gerät aus den Fugen. Denn das Meer ist ein Grab, die Nächte sind kalt und das Dorf ein Ort des Misstrauens. Und quer durch die Wellen läuft eine Grenze, die niemand sieht. Eine tödliche Grenze.

Eine berührende Liebesgeschichte vor aktuellem politischen Hintergrund, die Flüchtlings-Schicksale einfühlsam und greifbar schildert. Die beiden Autoren wurden von der Jugendjury des Jugendliteraturpreises nominiert.

Todesfuge 2015

 

Salziger Wein der Frühe wir trinken ihn abends
wir trinken ihn mittags und morgens wir trinken ihn nachts
wir trinken und trinken
wir schaufeln ein Grab in den Wellen da liegt man nicht eng
Ein Mann steht am Tor der zeigt dir die Zäune der schreibt
der schreibt wenn es Nacht nach Europa
dein goldenes Haar Margarete

er schreibt es und tritt vor das Tor und es blitzen die Sterne
er pfeift seine Wachen herbei
er pfeift seinen Nachen hervor läßt schaufeln ein Grab unterm Sande
er befiehlt uns kehrt um und vergesst

salziger Wein der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich morgens und mittags wir trinken dich abends
wir trinken und trinken
Ein Mann steht am Tor der zeigt die dir Zäune der schreibt
der schreibt wenn es Nacht nach Europa
dein goldenes Haar Margarete
Dein Haar voller Muscheln Nahal

wir schaufeln ein Grab in den Wellen da liegt man nicht eng

Er ruft kehrt um, löst die Leinen, ihr einen ihr andern kümmert euch nicht
er greift nach dem eignen Vergessen er schläft seine Augen sind blind
kehr um löst die Leinen ihr einen ihr anderen träumt weiter die Sonne

salziger Wein der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich mittags und morgens wir trinken dich abends
wir trinken und trinken
ein Mann steht am Tor dein goldenes Haar Margarete
dein Haar voller Muscheln Nahal er zeigt dir die Zäune

Er ruft spielt süßer den Tod der Tod ist ein Meister Europas
er ruft streicht dunkler die Geigen dann sinkt ihr in Frieden hinab
dann habt ihr ein Grab in den Wellen da liegt man nicht eng

salziger Wein der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich mittags der Tod ist ein Meister Euopas

wir trinken dich abends und morgens wir trinken und trinken
der Tod ist ein Meister Europas sein Auge ist blind
er trifft dich mit sehenden Augen und lacht wie ein Kind
ein Mann steht am Tor dein goldenes Haar Margarete
er hetzt seine Wachen auf uns er schenkt uns ein Grab unterm Meer
er zeigt uns die Zäune und träumet der Tod ist ein Meister Europas
dein goldenes Haar Margarete
dein Haar voller Muscheln Nahal.

Rezensionen zu "Grenzlandtage"

Empfehlenswert!

Ka - Sa`s Buchfinder, 03.12.2016

Ein Jugendroman, mit authentischen, aus dem Leben gegriffenen Protagonisten, einem eindringlichen, ungeschönten Stil beider Autoren und eine Handlung, die ein hochaktuelles, sehr brisantes Thema aufgreift, stimmen nachdenklich und rütteln wach.

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